Schizophrenie und CBD
David ReichAktualisiert:Das Wichtigste in Kürze
- CBD kann Symptome von Schizophrenie lindern, einschließlich Angstzustände und Schlafstörungen.
- Studien zeigen, dass CBD eine ähnliche Wirkung wie Amisulprid, ein Medikament zur Behandlung von Schizophrenie, haben kann.
- CBD ist sicher und gut verträglich, auch in hohen Dosen.
- CBD kann auch die Lebensqualität von Schizophreniepatienten verbessern.
Ein Familienmitglied, Freunde oder Sie selbst zeigen Symptome einer Schizophrenie und Sie möchten wissen, ob und wie CBD bei Schizophrenie unterstützen kann? Dann sind Sie hier richtig. Unser CBD-Experte David Reich hat Studien gesichtet, mit zahlreichen Nordic Oil Kundinnen und Kunden gesprochen und Erfahrungsberichte ausgewertet. In diesem Beitrag erfahren Sie, was Schizophrenie ist, wie sie behandelt wird und welche Rolle Cannabidiol (CBD) als ergänzende Option spielen kann.
CBD bei Schizophrenie wird als ergänzende Maßnahme diskutiert. Die Forschung deutet an, dass CBD einzelne Symptome wie Angst und Schlafprobleme lindern kann; für die Kernsymptome einer Psychose liegen gemischte, aber interessante Ergebnisse vor. Eine ärztlich begleitete Anwendung ist wichtig.
Was ist Schizophrenie: Das Krankheitsbild
Schizophrenie ist eine psychische Erkrankung aus dem Spektrum der Psychosen. Sie kann das Denken, die Wahrnehmung, Gefühle und das Verhalten beeinträchtigen. Häufig beginnt sie im jungen Erwachsenenalter, verläuft in Phasen und wird meist mit Medikamenten (Antipsychotika) sowie Psycho- und Sozialtherapien behandelt. Die Ursachen sind multifaktoriell – genetische und biologische Faktoren sowie psychosoziale Einflüsse spielen zusammen.
Das klinische Bild wird oft in vier Bereiche gegliedert:
- Positivsymptome: Wahnvorstellungen, Halluzinationen, formale Denkstörungen, Ich-Störungen
- Negativsymptome: Antriebsmangel, sprachliche Verarmung, Interessenverlust/Anhedonie, Affektverflachung, sozialer Rückzug
- Kognitive Beeinträchtigungen: Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprobleme, erschwerte Planung
- Affektive und Verhaltenssymptome: Angst, Impulsivität, ambivalente Gefühle, erhöhtes Suizidrisiko
Wegen dieser Symptomvielfalt ist eine professionelle Behandlung essenziell. Ergänzend interessieren sich viele Betroffene für natürliche Optionen wie CBD – dazu gleich mehr.

Graphik: Altersverteilung von Schizophrenie Patienten – Quelle: researchgate.net
Studien zu CBD und Schizophrenie: Was sagt die Forschung?
Bevor wir in die Anwendung einsteigen, ein Blick auf die Evidenz. Cannabidiol (CBD) wirkt nicht berauschend und interagiert über das Endocannabinoid-System mit körpereigenen Signalwegen (u.a. CB1/CB2, Serotonin- und Vanilloidrezeptoren). Forschungsteams prüfen seit einigen Jahren, ob diese Mechanismen bei psychotischen Störungen nutzen könnten. Die Ergebnisse sind gemischt, aber vielversprechend:
- Monotherapie-Vergleich: In einer randomisierten Studie zeigte CBD in hoher Dosis eine ähnliche Verbesserung zentraler Schizophreniesymptome wie das Antipsychotikum Amisulprid – bei besserer Verträglichkeit. Hinweise deuten darauf hin, dass CBD die Spiegel des körpereigenen Anandamids beeinflussen könnte (Leweke et al.).
- Add-on-Ansatz: Eine weitere Studie mit Patientinnen und Patienten, die bereits Antipsychotika einnahmen, fand unter zusätzlichem CBD (ca. 1000 mg/Tag) Verbesserungen insbesondere bei positiven Symptomen und der allgemeinen Beurteilung der Krankheitsschwere (McGuire et al.).
- Konträre Befunde: Andere Untersuchungen mit niedrigeren Dosierungen (z. B. 600 mg/Tag) fanden keine signifikanten Vorteile bei stabilen ambulanten Patientinnen/Patienten (Boggs et al.).
Zusammengefasst: Es gibt klinische Hinweise, dass hoch dosiertes CBD (meist 600–1000 mg/Tag) – ärztlich überwacht – bestimmte Schizophrenie-Symptome günstig beeinflussen kann. Gleichzeitig ist die Studienlage noch uneinheitlich: Unterschiede in Dosierung, Studiendesign und Patientengruppen führen zu variierenden Ergebnissen. Für typische „Supplement-Dosen“ (z. B. 10–50 mg/Tag) existiert aktuell keine Evidenz, dass sie die Kernsymptome einer Psychose ausreichend adressieren; sie könnten jedoch bei Begleitsymptomen wie Angst und Schlaf helfen.
Studien zu CBD und Schizophrenie zeigen: Hohe, ärztlich überwachte Dosen können positive Effekte auf Psychose-Symptome haben, die Evidenz ist jedoch nicht einheitlich. Für Alltagsdosen gilt: eher Unterstützung bei Angst und Schlaf als Wirkung auf Kernsymptome.
CBD bei Schizophrenie: Wie könnte es wirken?
CBD beeinflusst das Endocannabinoid-System, das an Stressreaktionen, Schlaf, Stimmung, Immunaktivität und neuronaler Signalverarbeitung beteiligt ist. Im Gegensatz zu THC hat CBD keine berauschende, psychosefördernde Wirkung. In Studien wurde berichtet, dass CBD bei manchen Betroffenen:
- innere Unruhe und Angst verringern könnte,
- den Schlaf verbessern kann,
- und die allgemeine Stressverarbeitung unterstützt.
Gerade diese Aspekte sind im Alltag mit Schizophrenie relevant. Wichtig: CBD ersetzt keine antipsychotische Standardtherapie. Bei Psychosen gehört die Anwendung in ärztliche Hände – insbesondere, wenn höhere Dosen erwogen werden.

Die häufigsten Symptome bei Patienten mit Schizophrenie. Graphik von Ellen Lindner / Verywell
Konventionelle Behandlung: Das Fundament
Antipsychotika (Neuroleptika), begleitend manchmal Antidepressiva oder beruhigende Medikamente, bilden die Basis. Ergänzend sind Psycho- und Sozialtherapien zentral: Psychoedukation, Strukturierung des Alltags, Einbindung des Umfelds sowie berufliche Rehabilitation. So lässt sich in vielen Fällen Stabilität, Teilhabe und Lebensqualität erreichen. Zugleich bringen besonders hochdosierte Medikamente teils relevante Nebenwirkungen mit sich (z. B. Bewegungsstörungen, Gewichtszunahme, Kreislauf- und Stoffwechselprobleme). Genau hier setzt das Interesse an gut verträglichen Ergänzungen wie CBD an.
Anwendung: CBD Öl gegen psychische Erkrankungen? Dosierung, Produktwahl und Qualität
CBD-Öl ist die am häufigsten gewählte Form, da die Dosierung leicht anpassbar ist und der Wirkungseintritt bei sublingualer Anwendung relativ zügig erfolgt. Kapseln eignen sich für konstante Tagesdosen, E-Liquids für schnelle, kurzzeitige Unterstützung. Bei Psychosen raten viele Fachleute zu THC-armen oder THC-freien Produkten, da THC psychotische Episoden triggern kann. Nordic Oil bietet laborgeprüfte, THC-konforme CBD-Öle mit klarer Dosierpipette und detaillierten Analysezertifikaten – wichtig für verlässliche Qualität.
Wichtig zur Dosis: In klinischen Studien zu Schizophrenie wurden meist hohe CBD-Mengen eingesetzt (600–1000 mg/Tag) und die Einnahme medizinisch begleitet. Solche Dosierungen gehören in fachärztliche Hände. Für den Alltag können niedrigere Dosen als Ergänzung zur Linderung von Begleitsymptomen (z. B. Unruhe, Schlafprobleme) sinnvoll sein – immer abstimmen mit dem Behandlungsteam.
Starten Sie grundsätzlich „low and slow“: beginnen Sie mit einer kleinen Menge und steigern Sie nur bei Bedarf. Unser Rechner kann Sie bei der Orientierung unterstützen:
Individuellen Richtwert ermitteln:
CBD Dosierungsrechner
Personalisierte CBD-Dosierung für Ihr Wohlbefinden
- CBD Öl unter die Zunge tropfen und 1-2 Minuten warten
- Nach einer Woche können Sie die Dosis erhöhen
- Maximale Tagesdosis: 70mg CBD
- Bei Medikamenteneinnahme Rücksprache mit dem Arzt
Niedrig dosiertes CBD kann im Alltag bei Angst und Schlaf unterstützen. Für Effekte auf Kernsymptome der Schizophrenie wurden in Studien hohe, ärztlich überwachte Dosen genutzt. Setzen Sie CBD nie eigenmächtig anstelle verordneter Medikamente ein.
Wirkung von CBD auf Schizophrenie-Symptome im Alltag
Viele Betroffene berichten, dass CBD ihnen dabei hilft, zur Ruhe zu kommen, besser zu schlafen und den „inneren Stresspegel“ zu senken. Das kann die Bewältigung des Tages erleichtern und die Teilnahme an Therapie-Angeboten fördern. Wichtig ist eine konsequente, regelmäßige Einnahme und die enge Abstimmung mit Ärztin/Arzt oder Psychotherapeutin/Psychotherapeut – besonders, wenn Sie gleichzeitig Antipsychotika einnehmen.
Erfahrungen mit CBD bei Schizophrenie
Wir haben in Foren und Communitys nach Erfahrungen gesucht. Konkrete Aussagen zum Einfluss auf Kernsymptome sind selten; häufiger genannt werden Verbesserungen bei Begleitsymptomen:
Angst/Panik: “Ich möchte Ihnen gerne meine Erfahrung mit CBD bei Panikattacken mitteilen… Meist bin ich schon vor der eigentlichen Attacke sehr nervös… sodass ich mittlerweile ein Gefühl dafür habe, wann es Zeit wird das CBD Öl einzunehmen. Somit konnte ich die letzten Male bspw. meinen Puls nach kurzer Zeit deutlich absenken und wurde etwas ruhiger…” (CBDforumdeutschland)
Entspannung: “Ich leide an Angststörung… Bin jetzt seit 5 Tagen frei von den schlimmen Benzos… Das CBD Öl hilft mir sehr, da es sehr beruhigend wirkt.” (CBDforumdeutschland)
Solche Berichte sind ermutigend, ersetzen aber keine klinische Evidenz. Was Ihnen hilft, ist individuell – probieren Sie bei Interesse vorsichtig und gut begleitet aus.
Sicherheit, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
CBD gilt im Allgemeinen als gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Appetitveränderungen oder Schwindel. Selten kann es – vor allem bei hohen Dosen – zu Leberwertveränderungen kommen. Unser Überblick zu CBD-Nebenwirkungen fasst Details zusammen.
Wichtig: CBD kann über das Enzymsystem der Leber (v. a. CYP3A4/CYP2C19) die Blutspiegel mancher Medikamente beeinflussen. Dazu zählen u. a. bestimmte Antipsychotika, Antidepressiva, Benzodiazepine, Antiepileptika und Blutverdünner. Nehmen Sie Medikamente, sprechen Sie die Einnahme unbedingt vorab mit Ihrem Behandlungsteam ab und nutzen Sie unseren Interaktions-Check:
Arzneimittel-Check:
💊 Medikamenten-Suche
Wir haben die Wechselwirkungen von CBD mit 140 Medikamenten und Medikamentenarten analysiert. Sie können die vollständige Übersicht hier einsehen oder die Suche unten verwenden, um Ihr spezifisches Medikament zu finden.
- Wer sollte CBD meiden? Schwangere und Stillende, Personen mit bekannten CBD-Allergien sowie Menschen mit schweren Lebererkrankungen ohne ärztliche Kontrolle.
- Was ist mit THC? Bei Psychose-Risiko THC strikt meiden. Setzen Sie auf THC-arme/THC-freie Produkte.
- Nie abrupt Medikamente absetzen. Änderungen immer gemeinsam mit der behandelnden Ärztin/dem Arzt planen.
CBD ist meist gut verträglich, kann aber Neben- und Wechselwirkungen haben – vor allem bei hohen Dosen. Prüfen Sie Interaktionen, meiden Sie THC und klären Sie die Einnahme immer ärztlich ab.
Rechtliche Lage und Qualität
CBD-Produkte mit gesetzeskonform niedrigem THC-Gehalt (in Deutschland < 0,2%) sind legal und nicht berauschend. Achten Sie auf Qualität: unabhängige Labortests, transparente Inhaltsstoffe, EU-zertifizierter Hanf und klare Dosierangaben. Nordic Oil legt großen Wert auf Chargen-Analysen, THC-Konformität und eine konsistente, leicht dosierbare Produktpalette.
Welche Behandlungsmethoden gibt es – und wie ergänzt CBD?
Die Standardtherapie bleibt zentral: Antipsychotika plus Psycho- und Sozialtherapien. CBD kann – ärztlich abgestimmt – ergänzen, um Alltagsbeschwerden wie Angst, Schlafstörungen oder innere Unruhe zu erleichtern. Denkbar ist eine zeitlich begrenzte Kur bei erhöhtem Stress, eine regelmäßige Begleitung in stabilen Phasen oder eine gezielte Anwendung am Abend zur Schlafhygiene. Die konkreten Ziele legen Sie gemeinsam mit Ihrem Behandlungsteam fest.
CBD ergänzt – es ersetzt nicht. In Absprache mit Ihrem Behandlungsteam kann es helfen, Begleitsymptome zu lindern und das Wohlbefinden zu unterstützen.
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Fazit
Schizophrenie ist komplex – und doch gut behandelbar. Neben der medizinischen Basistherapie können Alltagstools wie Psychoedukation, Struktur im Tagesablauf, soziale Unterstützung und Achtsamkeit viel bewirken. CBD zeigt in Studien interessante Effekte, vor allem in hohen, ärztlich überwachten Dosen; für alltagsnahe Dosierungen steht vor allem die Unterstützung bei Angst, Stress und Schlaf im Fokus. Wenn Sie CBD in Ihre Behandlung einbinden möchten, tun Sie das bewusst, informiert und in enger Abstimmung mit Ihrem Behandlungsteam.
Haben Sie Erfahrungen mit CBD bei Schizophrenie gemacht oder Fragen zu Produkten? Schreiben Sie uns – wir hören zu.
Rechtlicher Hinweis/Disclaimer: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Setzen Sie verordnete Medikamente niemals eigenständig ab. Sprechen Sie vor Beginn der CBD-Einnahme – insbesondere bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme – mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.
3 Kommentare
Hallo Joachim, danke für deinen Kommentar. Das wäre momentan leider sowohl preislich als auch technisch nicht machbar. Wir haben jedoch sehr gute Rückmeldungen von Kunden, die CBD in niedrigen bis mittleren Dosen einsetzen. Die Verwendung von CBD (oder Cannabis) in Makrodosierung sollte immer mit einem Arzt abgesprochen werden.
Es wäre schön wenn es die Tabletten oder Fruchtgummis mit 600mg(übliche Dosis) CBD pro Stück zu kaufen gäbe und das zu einem fairen Preis denn mit dem erhältlichen Sortiment kann ein erkrankter nichts anfangen.
wow, find das echt faszinierend, dass CBD auch bei Schizophrenie etwas bringen kann. Hab selbst mit CBD jetzt schon einiges an Erfahrung gemacht, vorallem wenns um meine Schlafstörungen geht, und kann nur sagen, es hat mir echt gut geholfen. Was mich aber echt wundert ist, dass es ähnlich wirken soll wie irgend son Medikament – was is das dann überhaupt für eine Substanz, dieses Amisulprid? Und bei hohen Dosen soll nichtmal Nebenwirkungen geben, also das klingt ja fast schon zu gut, um wahr zu sein, oder? Hat jemand von euch damit schon Erfahrungen gemacht? Freu mich über antworten, bin echt gespannt was ihr dazu zu sagen habts!