Ist CBD schädlich für das Gehirn?

Es gibt viele Diskussionen über die Vor- und Nachteile von CBD. Manche behaupten, dass es wundersame Eigenschaften hat, während andere Bedenken über seine Sicherheit äußern. Eine Frage, die sich oft stellt, ist, ob CBD für das Gehirn schädlich ist oder nicht. Dieser Artikel befasst sich mit den Auswirkungen von CBD auf das Gedächtnis und gibt einen Einblick, wie dieses Cannabinoid die kognitiven Funktionen beeinflussen könnte.

Wie schädlich ist Cannabis für das Gehirn?

Die Schädlichkeit von Cannabis für das Gehirn wird seit langem diskutiert. Es gibt verschiedene Studien, die unterschiedliche Ergebnisse liefern. Einige behaupten, Cannabis sei schädlich für das Gehirn, während andere argumentieren, dass dies nicht der Fall ist.

Der wichtigste psychoaktive Inhaltsstoff von Cannabis ist Tetrahydrocannabinol (THC). Wenn THC in den Körper gelangt, wandert es zum Gehirn und beeinflusst dessen Funktion. Das US-amerikanische „National Institute on Drug Abuse“ (NIDA) weist darauf hin, dass sich THC an bestimmte Rezeptoren im Gehirn anbindet. Diese werden Cannabinoid-Rezeptoren genannt. Diese Rezeptoren befinden sich in Bereichen des Gehirns, die Genuss, Gedächtnis, Denken, Konzentration, Sinnes- und Zeitwahrnehmung sowie Bewegung beeinflussen.

Wenn THC an diese Rezeptoren andockt, kann es die Funktionsweise des Gehirns verändern. Aus diesem Grund kann Cannabis verschiedene psychoaktive Wirkungen hervorrufen, wie z. B. veränderte Stimmungen und Wahrnehmungen, Koordinationsstörungen und Schwierigkeiten beim Denken und Lösen von Problemen.

Der Einfluss von CBD auf das Gedächtnis

Eine in der Zeitschrift „Neuropsychopharmacology“ veröffentlichte Studie hat ergeben, dass CBD die durch THC verursachten Gedächtnisstörungen verringern kann. Die in der Studie wurde Ratten entweder THC oder CBD verabreicht und anschließend ihr Gedächtnis getestet. Ratten, denen CBD verabreicht wurde, zeigten nicht die gleichen Gedächtnisstörungen wie diejenigen, denen THC verabreicht wurde.

Wie wirkt CBD auf das Gehirn?

CBD und THC binden sich zwar beide an Cannabinoidrezeptoren im Gehirn, haben aber unterschiedliche Wirkungen. Es wurde beobachtet, dass CBD die Wirkung von THC blockiert, was erklären könnte, warum es die psychoaktive Wirkung von Cannabis verringern kann.

CBD interagiert auch mit anderen Rezeptoren, den sogenannten Serotoninrezeptoren. Serotoninrezeptoren beeinflussen eine Vielzahl von Körper- und Gehirnfunktionen. Sie beeinflussen beispielsweise die Wahrnehmung, die Stimmung, den Appetit und das Schmerzempfinden einer Person, sind aber auch für unsere Reaktionen auf Stress verantwortlich.

Mehr dazu erfahren: Ist CBD gefährlich?

Laut einer neuen Studie erhöht CBD den Blutfluss zum Gehirn

Eine Studie über die Auswirkungen von akutem Cannabidiol auf den zerebralen Blutfluss wurde im „Journal of Psychopharmacology“ veröffentlicht.

Die Forscher wollten untersuchen, wie sich CBD auf den Blutfluss in verschiedenen Regionen des Gehirns auswirkt, und sie fanden heraus, dass es die Aktivität bestimmter Zellen verringert. Dies könnte ein Weg sein, wie diese Verbindung bei der Gedächtnisverarbeitung hilft.

Für die randomisierte kontrollierte Studie wurden 15 gesunde Erwachsene ausgewählt, die noch nie Cannabis konsumiert hatten. Jeder Teilnehmer erhielt zu verschiedenen Anlässen im Abstand von mindestens einer Woche 600mg CBD (Cannabidiol) oral oder ein Placebo. Die Dosen wurden in identischen Kapseln geliefert, so dass die Teilnehmer nicht wussten, welche sie bei welcher Gelegenheit einnahmen.

Das Ergebnis:

CBD erhöht den Blutfluss zum Hippocampus. Der Hippocampus ist ein wichtiger Bereich des Gehirns für Emotionen und Gedächtnis. Dies wurde in einer neuen Studie von UCL-Forschern festgestellt. Den Forschern zufolge könnte dies bei Erkrankungen, die das Gedächtnis beeinträchtigen, wie der Alzheimer-Krankheit und PTBS, von Bedeutung sein. Es könnte helfen, Therapien gezielt einzusetzen.

CBD und Dopamin

Eine andere Studie, die in der Zeitschrift „Molecular Psychiatry“ veröffentlicht wurde, ergab, dass CBD den Dopaminspiegel im Gehirn erhöhen kann. Die Studie ergab, dass dies durch Aktivierung des Dopaminrezeptors D2 geschieht.

Was ist Dopamin?

Dopamin ist ein Neurotransmitter, der an Vergnügen, Motivation und Belohnung beteiligt ist. Er wird vom Gehirn ausgeschüttet, wenn wir etwas Erfreuliches erleben. Dopamin spielt eine wichtige Rolle bei der Sucht.

Kann CBD nun abhängig machen?

Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass CBD süchtig machen kann. Es sind jedoch weitere Untersuchungen erforderlich, um festzustellen, ob es zur Gewohnheit werden kann oder nicht.

Fazit

Die Schädlichkeit von Cannabis für das Gehirn wird schon seit langem diskutiert, dennoch sind viele Fragen noch unbeantwortet. Verschiedene Studien liefern unterschiedliche Ergebnisse. Der wichtigste psychoaktive Inhaltsstoff von Cannabis, THC, bindet an bestimmte Rezeptoren im Gehirn und kann dessen Funktion verändern. Dies kann zu verschiedenen Wirkungen wie Stimmungsschwankungen, Koordinationsstörungen und DenkschwierigkeitenCBD hat die Fähigkeit, die Wirkung von THC zu blockieren. Es hat sich auch gezeigt, dass es den Dopaminspiegel im Gehirn erhöht. Es gibt keine Beweise dafür, dass CBD süchtig machen kann, aber es sind weitere Untersuchungen erforderlich, um festzustellen, ob es zur Gewohnheit werden kann.

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