CBD und Katzen mit IBD und Verdauungsbeschwerden
Stefanie StinglAktualisiert:Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (IBD) gehören zu den häufigsten Ursachen für anhaltendes Erbrechen, Durchfall und Gewichtsverlust bei Katzen – besonders im mittleren bis höheren Alter. In Biopsiestudien finden sich bei einem großen Anteil der Tiere mit chronischen gastrointestinalen Symptomen histologische Muster, die mit IBD vereinbar sind; das Risiko steigt mit dem Alter. Viele Halterinnen und Halter suchen deshalb nach schonenden Zusatzoptionen, die das Wohlbefinden verbessern, ohne die Standardtherapie zu ersetzen. CBD Öl für Katzen mit IBD wird in diesem Zusammenhang als potenzielle natürliche Unterstützung (Cannabidiol IBD Behandlung) diskutiert. Ein wachsender Korpus aus präklinischen und humanmedizinischen Studien legt nahe, dass Cannabidiol entzündliche Signalwege modulieren kann – auch wenn die direkte Evidenz bei Katzen mit IBD noch begrenzt ist.
CBD bei IBD Katzen kann als ergänzende, natürliche Hilfe in Betracht kommen. Cannabidiol wirkt über das Endocannabinoid System und könnte Entzündungssignale abschwächen. Da die Datenlage für die feline IBD noch dünn ist, gilt: CBD Öl unterstützt möglicherweise Symptome, ersetzt aber nicht tierärztliche Diagnostik und Standardtherapien.
IBD (Inflammatory Bowel Disease, zu deutsch: chronisch entzündliche Darmerkrankung) ist ein Überbegriff, um eine Vielzahl von chronischen Beschwerden zu beschreiben, die alle durch eine Entzündung des Verdauungstrakts verursacht werden. Bei Katzen dringen entzündliche Zellen in den Verdauungstrakt ein. Das führt zu einer Verdickung der Wände im Magen-Darm-Trakt und unterbricht so die Verdauung und Aufnahme von Nahrung. Diese Krankheit kann bei Katzen jeden Alters vorkommen. Dennoch sind ältere Katzen einem höheren Risiko ausgesetzt als junge Katzen.
IBD bei Katzen verstehen: Symptome, Verlauf und Herausforderungen
Der genaue Grund für chronisch entzündliche Darmerkrankungen bei Katzen ist unbekannt. Veterinärmediziner gehen allerdings davon aus, dass diese Beschwerde durch Entzündungen stehen kann, die durch eine Wechselwirkung zwischen einer bakteriellen Infektion, dem Immunsystem, der Ernährung und einem Ungleichgewicht von Bakterienkulturen im Verdauungstrakt von Katzen hervorgerufen werden. Es wird auch angenommen, dass die Umgebung ebenfalls einen Einfluss auf die Verschlimmerung der Krankheit hat. Andere Tiergesundheitsexperten haben auch IBD bei Katzen mit der von Hunden und Menschen in Verbindung gebracht und sind zu dem Schluss gekommen, dass genetische Anomalien bei der Entwicklung der Erkrankung bei Katzen ebenfalls eine Rolle spielen können.

IBD Symptome Katzen reichen von intermittierendem bis chronischem Erbrechen, weichem Kot bis Durchfall (teils mit Blut), reduziertem Appetit, Lethargie und Gewichtsverlust. Die Anzeichen variieren, je nachdem, welcher Abschnitt des Verdauungstrakts dominiert betroffen ist. Ist der Dickdarm betroffen, dann spricht man von einem Dickdarmkatarrh. Ist hingegen der Magen entzündet, dann spricht man von einer Gastritis und wenn der Dünndarm betroffen ist, dann spricht man von einer Enteritis. Wenn die Erkrankung den Magen betrifft oder die oberen Teile des Dünndarms infiziert sind, kann es bei der Katze zu wiederholtem Erbrechen kommen. Infektionen im unteren Dünn- und Dickdarm hingegen führen zu Durchfall und Stuhl mit Blut.
Im Alltag zeigen Katzen mit IBD häufig Verhaltensänderungen: selektives Fressverhalten, Rückzug, vermehrtes Schlafen oder Unsauberkeit durch plötzlich auftretenden Stuhldrang. Konventionelle Therapien – von Diätmanagement (hochverdauliche, hypoallergene oder neuartige Proteine), Vitamin‑B12‑Supplementation und Probiotika bis hin zu Kortikosteroiden, Budesonid oder Immunmodulatoren – sind die Basis. Doch nicht jede Katze erreicht damit eine stabile Remission. Hier suchen viele Besitzer nach Cannabidiol IBD Behandlung als Ergänzung, um Entzündung, Schmerz und Übelkeit möglicherweise zu dämpfen.
Der Unterschied zwischen IBD und IBS
IBS steht im Englischen für Irritable Bowel Syndrome, zu deutsch Reizdarmsyndrom. Beim IBS treten ähnliche Symptome auf wie bei der chronisch entzündlichen Darmerkrankung (IBD). Im Gegensatz zur chronisch entzündlichen Darmerkrankung ist IBS allerdings eine nicht-entzündliche Erkrankung. Außerdem wird IBS nicht als wirklich Erkrankung sondern eher als Funktionsstörung klassifiziert, wie das chronische Müdigkeitssyndrom. Das bedeutet, dass diese Symptome keinen erkennbaren Grund haben.
Einige Symptome des Reizdarmsyndroms bei Katzen sind Verstopfung, Krämpfe und Durchfall. Alle diese Symptome können bei IBD auftreten, mit dem Zusatz der oben besprochenen Symptome. Im Falle von Durchfall kann das IBS ein geringeres Volumen haben als bei IBD. (Durchfall wird durch das Stuhlvolumen definiert.) Bevor Sie einen Tierarzt aufsuchen, können Sie die beiden anhand der unterschiedlichen Symptome grob voneinander unterscheiden – endgültig klären lässt es sich jedoch nur tierärztlich.
Die Wissenschaft: CBD Wirkung bei IBD und das Endocannabinoid System der Katze
CBD interagiert mit dem Endocannabinoid System (ECS) der Katze, zu dem CB1- und CB2-Rezeptoren, TRP-Kanäle und nukleäre Rezeptoren wie PPARs gehören. Diese Signalwege steuern unter anderem Entzündung, Schmerzwahrnehmung, Motilität des Darms sowie Übelkeit und Erbrechen. Bei IBD sind proinflammatorische Mediatoren wie TNF‑α, IL‑6 und die Aktivität von T‑Zellen und Makrophagen erhöht. Über Modulation dieser Achsen könnte Cannabidiol theoretisch entzündliche Prozesse abschwächen und so Symptome beeinflussen.
Studien zeigen Hinweise auf antiinflammatorische und immunmodulatorische Effekte von CBD. Übersichtsarbeiten belegen, dass Cannabinoide Entzündungen modulieren können; bei Gelenkentzündungen wurden konsistent lindernde Effekte dokumentiert. Für das intestinale System fällt die aktuelle Evidenz zurückhaltender aus: In Reviews wurden eher geringe Effekte im Darm beschrieben. Das bedeutet für Katzen IBD CBD Erfahrungen: einzelne Halter berichten über verbesserte Fresslust, selteneres Erbrechen und ruhigere Verdauung, doch kontrollierte feline Studien stehen noch aus. CBD bei IBD Katzen bleibt damit eine vielversprechende, aber komplementäre Option.
Ist CBD für Tiere sicher für Katzen mit IBD?
CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol, eine chemische Verbindung, die aus der Hanfpflanze gewonnen wird. Hanf enthält noch andere Verbindungen, darunter auch THC (Delta-9-tetrahydrocannabinol). Im Gegensatz zu THC ist CBD jedoch nicht psychoaktiv. Daher stufen die meisten Regierungen auf der Welt CBD Öl nicht als verbotene Substanz ein. Die Verwendung von CBD ist auch für Katzen sicher. Da es viele natürliche Fettsäuren enthält, wird es von Katzen mit IBD gut vertragen. Allerdings ist die Auswahl der CBD Produkte sehr wichtig, da es keine offiziellen Vorschriften für die einzelnen CBD Öl Formulierungen gibt.
Welche Arten von CBD für Katzen sind auf dem Markt verfügbar?
Während alle CBD Produkte als Basis CBD beinhalten, haben sie aufgrund der Zusammenstellung der Inhaltsstoffe unterschiedliche Eigenschaften.
CBD Öl für Katzen
CBD Öl für Katzen ist ein CBD Öl, aus dem alle Terpene, Wachse und andere Nebenprodukte, die für Ihre Katze schädlich sein könnten, herausgefiltert wurde. Es ist mit Vitaminen und natürlichen Aromen angereichert, um es für Ihre Katze ansprechender zu machen.
CBD Leckerlis für Katzen
CBD Leckerlis sind CBD-haltige Snacks, die speziell auf die Ernährung von Katzen abgestimmt sind. Sie sind ein unkomplizierter und leckerer Weg, Ihrer Katze CBD zu geben. Sie sind besonders aufgrund ihrer einfachen Dosierung und langen Haltbarkeit beliebt.
CBD Anwendung bei IBD: Dosierung, Gabe und Monitoring
CBD Dosierung IBD Katzen sollte langsam und individuell erfolgen. Beginnen Sie mit einer niedrigen Dosis (Mikrodosierung) und steigern Sie je nach Verträglichkeit und beobachteter Wirkung. Für Katzen mit gastrointestinaler Empfindlichkeit hat sich die Gabe zu oder direkt nach einer kleinen Mahlzeit bewährt, um Übelkeit zu vermeiden. Die Verteilung auf zwei bis drei Tagesgaben kann Schwankungen im Blutspiegel reduzieren und die Verträglichkeit verbessern. CBD Anwendung IBD: Öl erlaubt die feinste Titration, Leckerlis sind komfortabel, aber weniger flexibel. Führen Sie ein Tagebuch zu Appetit, Erbrechen, Kotkonsistenz, Frequenz der Katzentoiletten-Besuche, Gewicht und Verhalten, um Trends objektiv zu beurteilen. Eine erste Beurteilung ist nach 2–4 Wochen sinnvoll; dann kann eine vorsichtige Dosisanpassung erfolgen.
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🐱 CBD Dosierung für Katzen
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Starten Sie niedrig, gehen Sie langsam: Für CBD Öl für Katzen mit IBD sind kleine, in Mahlzeiten geteilte Dosen oft besser verträglich. Beobachten Sie systematisch Appetit, Erbrechen, Stuhlkonsistenz und Gewicht; bewerten Sie nach 2–4 Wochen neu und stimmen Sie Anpassungen mit Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt ab.
Sicherheit und Qualität: Was bei IBD besonders zählt
Bei Katzen mit IBD ist die Darmschleimhaut empfindlich. Deshalb sind Qualität und Trägerstoffe entscheidend. Bevorzugen Sie geprüfte Produkte in pharmazeutischer Qualität mit aussagekräftigem Analysezertifikat (COA), das CBD-Gehalt, THC, Schwermetalle, Lösungsmittel und mikrobielle Verunreinigungen ausweist. THC sollte für Katzen möglichst nicht enthalten sein. Trägeröle wie Fischöl oder MCT können die Aufnahme verbessern; bei fettbedingter Unverträglichkeit empfiehlt sich eine sehr langsame Steigerung oder ein Produkt mit angepasstem Träger. Achten Sie auf klare Deklaration, nachvollziehbaren Herstellungsprozess und Chargen-Transparenz.
Potenzielle Interaktionen betreffen v. a. Arzneien, die über Leberenzyme (CYP450) verstoffwechselt werden. Dazu gehören häufig eingesetzte Medikamente bei IBD wie Kortikosteroide, Budesonid oder Immunsuppressiva. Stimmen Sie die Cannabidiol IBD Behandlung deshalb immer mit Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt ab, und erwägen Sie bei längerfristiger Anwendung ein Monitoring der Leberwerte. Zu Beginn mögliche Nebenwirkungen sind Sedation, vermehrtes Speicheln, weicher Kot oder selten Erbrechen. Tritt etwas Unerwartetes auf, reduzieren oder pausieren Sie und holen Sie fachlichen Rat ein.
Wie finde ich das richtige CBD Öl für Katzen mit Verdauungsbeschwerden?
Da es verschiedene CBD Produkte gibt, ist es wichtig, ein CBD für Haustiere auszuwählen, das von Ihrer Katze gut vertragen wird. Bei der Wahl des richtigen CBDs für Ihr Haustier sollten Sie daher die folgenden Punkte beachten:
Schweregrad des IBD
Für Katzen mit schwerer chronischer entzündlicher Darmerkrankung sollten Katzenbesitzer sehr vorsichtig bei der Wahl des CBDs sein. Achten Sie auf die Inhaltsstoffliste und vergewissern Sie sich, dass dort nichts enthalten ist, was sich in der Vergangenheit als magenschädigend für Ihre Katze erwiesen hat. Studien haben gezeigt, dass Fettsäuren helfen, die Entzündung zu reduzieren und die Nahrungsaufnahme zu verbessern. Daher können CBD Öle, die Fettsäuren enthalten, eine gute Wahl sein.
Sieh dir das Etikett an
Greifen Sie nicht zu CBD Produkten für Haustiere, die unglaubliche medizinische Behauptungen aufstellen. Schauen Sie stattdessen die Liste der Inhaltsstoffe an und entscheiden Sie, ob Ihre Katze das Produkt vertragen kann. Vergewissern Sie sich, dass auf dem Etikett des CBD Produkts für Haustiere die Menge an verfügbarem CBD angegeben ist.
Sieh dir die Analysenzertifikate an
Ein Laborbericht enthält die Mengen der Verbindungen im Öl und zeigt, ob Sie Isolat, Vollspektrum oder Breitspektrum CBD für Haustiere kaufen. Der Laborbericht sollte auf der Website des CBD Öl Herstellers verfügbar sein und ein Veröffentlichungsdatum haben.
Sprich mit dem Tierarzt deines Vertrauens über CBD Öl
Wie bei jeder neuen Nahrung oder Nahrungsergänzung, die Ihrem Haustier verabreicht wird, sollten Katzenbesitzer mit dem Tierarzt ihres Vertrauens sprechen, wenn sie erwägen, ihrer Katze CBD zu geben. Einige Tierärzte kennen sich gut mit CBD Öl aus und können Hinweise zur Anwendung geben.
CBD und Katzen mit IBD und Verdauungsbeschwerden
Viele Halterinnen und Halter von Katzen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) suchen nach nebenwirkungsarmen Zusatzoptionen, wenn Standardtherapien wie Diätmanagement, Kortikosteroide oder Immunmodulatoren nicht ausreichen. Cannabidiol (CBD) wird dabei häufig genannt. Die hier besprochenen Studien stammen aus der Humanmedizin oder aus allgemeinen präklinischen Arbeiten – direkte, qualitativ hochwertige Studien zu CBD bei Katzen mit IBD fehlen bislang. Dennoch lassen sich wichtige Anhaltspunkte zu Wirkung, Sicherheit und Grenzen ableiten.
Warum CBD überhaupt diskutiert wird
CBD interagiert mit dem Endocannabinoid-System (u. a. CB1/CB2-Rezeptoren, TRP-Kanäle, PPARs), das Entzündung, Schmerz, Darmmotilität und Immunreaktionen mitsteuern kann. Bei IBD sind entzündliche Signalwege (z. B. TNF‑α, T‑Zell-Aktivierung, Makrophagen) erhöht. Theoretisch könnte CBD hier dämpfend wirken. Ob diese Theorie in der Katzendarmwand klinisch relevant wird, ist jedoch eine offene Frage.
Was zeigen die vorliegenden Studien?
1) Systematisches Review zu Rheumatoider Arthritis (RA) – antiinflammatorische Signale, aber indirekte Evidenz
Denbury & Sautreau, 2023 analysierten vier Studien (Menschen, Ratten, Mäuse sowie ein In‑vitro‑Modell mit Makrophagen) zur Wirkung von CBD bei RA. Die Autoren fanden:
- In drei Studien verringerte CBD den Entzündungsmarker TNF‑α.
- Es traten in den untersuchten Dosierungen keine signifikanten Nebenwirkungen auf.
- Die Heterogenität der Studien (Dosierung, Applikationsweg) war groß; aussagekräftige, große Humanstudien fehlen.
Relevanz für Katzen mit IBD: TNF‑α spielt auch bei Darmentzündungen eine Rolle. Die beobachtete TNF‑α‑Absenkung stützt das generelle antiinflammatorische Potenzial von CBD. Dennoch handelt es sich um Daten aus anderen Spezies und einem anderen Entzündungsmodell (Gelenk vs. Darm). Eine Übertragung auf feline IBD ist plausibel, aber nicht belegt.
2) Übersichtsarbeit zu Entzündung/Autoimmunität – CBD als immunmodulatorischer Kandidat
Ghasemi et al., 2022 fassen präklinische Befunde zusammen, wonach Cannabinoide – einschließlich CBD – Entzündungen über Cannabinoidrezeptoren und T‑Zell‑modulierte Wege abschwächen können. Die Arbeit stützt CBD als potenziellen antiinflammatorischen Baustein bei Autoimmun- und Entzündungserkrankungen.
Relevanz für Katzen mit IBD: IBD ist immunvermittelt und teils autoimmun-ähnlich. Die mechanistischen Argumente sprechen dafür, dass CBD bestimmte entzündliche Signalwege theoretisch beeinflussen könnte. Allerdings bietet der Review keine felinen Daten und keine GI-spezifischen klinischen Ergebnisse; die praktische Aussagekraft für Katzen mit IBD bleibt damit begrenzt.
3) Review zu Schmerz und Entzündung – positive Signale bei Arthritis, geringe Effekte im Darm
Sklenárová et al., 2023 bewerteten präklinische und klinische Arbeiten zu CBD bei Schmerz und Entzündung. Fazit:
- Uneinheitliche Datenlage bei Schmerzen (verschiedene Applikationswege, kleine Kollektive).
- Antientzündliche Effekte von CBD bei Arthritis wurden konsistent berichtet.
- Für das intestinale System ergab sich aus den verfügbaren Daten ein vernachlässigbarer Effekt.
Relevanz für Katzen mit IBD: Dieser Befund ist für die Praxis besonders wichtig. Während Gelenkentzündungen scheinbar eher auf CBD ansprechen, legen die ausgewerteten Daten nahe, dass die Wirkung im Darm – zumindest nach aktueller Evidenz – schwach ausfällt. Das dämpft die Erwartung, dass CBD allein IBD‑Symptome zuverlässig bessert.
Was bedeutet das für die Anwendung bei Katzen mit IBD?
Zusammengefasst sprechen die Reviews dafür, dass CBD entzündliche Signalwege beeinflussen kann (u. a. TNF‑α‑Modulation, T‑Zell‑Aktivität). Allerdings fehlt direkte Evidenz für einen klinisch relevanten Nutzen im Darm von Katzen. Ein Review betont ausdrücklich, dass die Effekte am intestinalen System gering sind. Für die Praxis heißt das: CBD könnte höchstens als adjuvante Option in Erwägung gezogen werden – nicht als Ersatz für bewährte Therapien (Diät, Vitamin‑B12‑Supplementation, Entzündungshemmung, ggf. Antibiotika/Immunmodulation).
Sicherheit und praktische Hinweise
Veterinärspezifische Daten zu CBD bei Katzen sind rar, doch einige pharmakokinetische Pilotstudien deuten an:
- Katzen absorbieren CBD anders als Hunde; die Bioverfügbarkeit kann geringer und variabler sein.
- Gastrointestinale Nebenwirkungen (Speicheln, Übelkeit, Erbrechen), Sedation oder Unruhe sind möglich.
- Leberenzyme können ansteigen; bei vorbestehender Lebererkrankung ist besondere Vorsicht geboten.
Falls CBD als Zusatztherapie erwogen wird, sollten Sie Folgendes beachten:
- Nur in enger Absprache mit Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt, besonders bei paralleler Gabe von Steroiden, Budesonid, Ciclosporin oder anderen Medikamenten (potenzielle Interaktionen über CYP‑Enzyme).
- Produkte in pharmazeutischer Qualität, mit Analysezertifikat (Gehalt an CBD, THC, Schwermetallen, Lösungsmitteln). THC sollte bei Katzen möglichst nicht enthalten sein.
- Mit sehr niedriger Dosis beginnen und langsam steigern; klinische Ziele und Monitoring vorab festlegen (Appetit, Erbrechen, Kotkonsistenz, Gewicht, Verhalten; ggf. Leberwerte).
- Bei Nebenwirkungen sofort reduzieren oder absetzen.
Was wir noch nicht wissen
Es fehlen kontrollierte Studien zu CBD bei Katzen mit IBD, einschließlich optimaler Dosis, Darreichungsform, langfristiger Sicherheit und klarer Endpunkte (z. B. histologische Remission, Steroid-Einsparung). Ohne solche Daten bleibt der Nutzen unklar. Gleichzeitig stützen humanmedizinische und präklinische Ergebnisse eine antiinflammatorische Grundtendenz – allerdings ohne belastbare Belege für eine deutliche, darmgerichtete Wirkung.
CBD kann Entzündungen grundsätzlich dämpfen, das zeigen Studien v. a. bei Gelenkentzündungen. Für den Darm fallen die Effekte in den bisherigen Arbeiten jedoch gering aus. Für Katzen mit IBD heißt das: CBD ist höchstens eine Zusatzoption und ersetzt keine Standardtherapie. Sprechen Sie eine mögliche Anwendung immer mit Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt ab, wählen Sie geprüfte Produkte und überwachen Sie Wirkung und Verträglichkeit genau.
Welches Futter ist das beste für Katzen mit IBD?
Katzen mit IBD sind im Vergleich zu anderen Katzen weniger tolerant gegenüber einigen Inhaltsstoffen, insbesondere gegenüber allem, was nicht als Fleischfresser-Diät bezeichnet werden kann. Geben Sie Ihrer Katze daher viele leicht verdauliche Proteine, die aus tierischen Quellen stammen. Diese Proteine sollten zu mindestens 87% aus verdaulichen Proteinen bestehen. Stellen Sie außerdem sicher, dass das Futter Omega-3-Fettsäuren aus tierischem Fett enthält. Vermeiden Sie entzündungsfördernde Nahrungszusätze wie Zucker, Aromen, künstliche Farbstoffe und andere Füllstoffe, die in Katzenfutter oft üblich sind. Produkte mit natürlichen Fettsäuren, wie z.B. CBD Produkte, werden von Katzen gut vertragen.
Hochverdauliches Protein ist Protein aus minimal verarbeitetem Tierfleisch. Dies schließt andere Proteinquellen wie Soja, Kartoffeln, Erbsen und Maiskleber effektiv aus. Die Katze benötigt möglicherweise auch eine Vitamin B12-Injektion, da der Körper aufgrund der Erkrankung möglicherweise nicht in der Lage ist, viele Vitamine aufzunehmen.
Expertentipps aus der Praxis: Anwendung, Zeichen der Besserung und häufige Fehler
Geben Sie CBD Öl bei IBD vorzugsweise direkt ins Maul seitlich in die Backentasche oder auf ein kleines Leckerli, das zuverlässig gefressen wird. Bei empfindlichem Magen kann die Gabe unmittelbar nach einer kleinen, fettarmen Mahlzeit die Verträglichkeit erhöhen. Konstanz ist wichtig: Wählen Sie feste Uhrzeiten und reduzieren Sie begleitende Futterwechsel, um Effekte korrekt zuzuordnen. Erste Zeichen einer positiven Reaktion können eine stabilere Fresslust, weniger Speicheln oder Übelkeit, selteneres Erbrechen und formstabilerer Kot sein. Auch eine ruhigere, weniger angespannte Körperhaltung nach dem Fressen wird gelegentlich berichtet.
Häufige Fehler sind zu schnelle Dosissteigerungen, unregelmäßige Gabe und gleichzeitige Änderungen mehrerer Faktoren (Futter, Probiotika, Medikamente), wodurch die Wirkung nicht mehr beurteilbar ist. Vermeiden Sie Produkte ohne belastbare Analysenzertifikate oder mit deklarierter THC‑Komponente. Monitoren Sie objektiv: Notieren Sie täglich Appetit, Erbrechen (Frequenz/Anlass), Kotkonsistenz nach anerkannter Skala, Toilettengänge, Körpergewicht und Verhalten. Stimmen Sie Dosisänderungen und labordiagnostische Kontrollen – insbesondere Leberwerte – mit Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt ab.
Gibt es alternative Heilmethoden für IBD?
Es gibt mehrere Methoden, mit denen Sie Katzen mit IBD entlasten können. Akupunktur für Katzen kann bei neuromodulativen Beschwerden unterstützen und wird – ähnlich wie beim Menschen – zur Reduktion von Entzündungssymptomen genutzt. Eine sorgfältig formulierte Diät mit rohem Fleisch kann in ausgewählten Fällen die Nährstoffaufnahme verbessern und Unverträglichkeiten gegenüber kommerziellen Zusatzstoffen umgehen. Diese Ansätze sollten individuell und unter tierärztlicher Anleitung geprüft werden.
Kann ich diese alternativen Heilmethoden verwenden, während ich meiner Katzen CBD Öl gebe?
Es gibt keine Hinweise darauf, dass CBD die oben genannten alternativen Heilmethoden für IBD bei Katzen beeinträchtigt. Allerdings ist jede Katze anders. Wenn Sie also unerwünschte Wirkungen bemerken, stellen Sie die Verwendung von CBD Öl ein und suchen Sie ärztlichen Rat.
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Fazit
IBD bei Katzen kann unbehandelt fortschreiten und die Lebensqualität deutlich einschränken. Eine fundierte tierärztliche Diagnose, diätetische Maßnahmen und – wenn erforderlich – entzündungshemmende beziehungsweise immunmodulatorische Therapien bleiben die Grundlage. CBD Öl für Katzen mit IBD kann als komplementäre Option in Betracht gezogen werden, um Entzündungsprozesse und dyspeptische Symptome möglicherweise zu modulieren. Wählen Sie hochwertige, geprüfte Produkte, starten Sie niedrig und steigern Sie langsam, und überwachen Sie Wirkung wie Verträglichkeit systematisch. Sprechen Sie die Cannabidiol IBD Behandlung stets mit Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt ab, insbesondere bei paralleler Gabe anderer Medikamente.
2 Kommentare
Ich stimme dir zu, seit ich meiner Katze CBD gebe, sind ihre Verdauungsprobleme viel besser geworden. Es ist definitiv eine natürliche Alternative die einen Versuch wert ist.
Ich gebe meinem Kater seit ein paar Monaten CBD und es hat wirklich einen großen Unterschied gemacht! Er hatte vorher ständig Durchfall und war sichtbar unglücklich. Jetzt ist er viel aktiver und frisst auch besser. Gibt’s noch jemand hier, der ebenfalls gute Erfahrungen mit CBD bei Katzen gemacht hat?