CBD-Öl für die Gelenkgesundheit von Hunden

David ReichAktualisiert:

Die Gesundheit unserer Haustiere ist uns allen wichtig. Wenn unsere vierbeinigen Freunde an Gelenkproblemen leiden, suchen wir nach Möglichkeiten, um ihnen zu helfen. Eine Option, die in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit erregt hat, ist die Verwendung von CBD Öl für Haustiere. Laut einigen Studien könnte CBD das Potenzial haben, Schmerzen zu lindern und die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Haustiere zu verbessern.

Was ist CBD?

CBD, oder Cannabidiol, ist eine von über 100 chemischen Verbindungen, die in der Cannabispflanze gefunden werden. Im Gegensatz zu THC, der psychoaktiven Komponente in Cannabis, hat CBD keine berauschenden Wirkungen. Es wird angenommen, dass CBD eine Reihe von gesundheitlichen Vorteilen hat, und wird zunehmend als Nahrungsergänzungsmittel für Menschen und Tiere verwendet.

Wie wirkt CBD bei Haustieren?

Wie beim Menschen interagiert CBD auch bei Tieren mit dem Endocannabinoid-System (ECS). Das ECS ist ein komplexes Zell-Signalisierungssystem, das eine wichtige Rolle bei der Regulierung einer Vielzahl von Funktionen und Prozessen im Körper spielt, einschließlich Schlaf, Stimmung, Appetit und Immunreaktionen. Es wird angenommen, dass CBD durch die Interaktion mit den ECS-Rezeptoren im Körper von Haustieren dazu beitragen kann, ein Gleichgewicht in diesen Systemen aufrechtzuerhalten.

🔍 Kurz zusammengefasst

CBD ist nicht berauschend und wirkt über das Endocannabinoid-System, das Schmerz, Entzündung und Bewegung mitsteuert. Viele Hundehalter berichten über Verbesserungen, die Studienlage ist aber gemischt – daher immer tierärztlich begleiten.

Gelenkprobleme beim Hund: Überblick

Gelenkbeschwerden gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen bei Hunden – vor allem bei Senioren, großen Rassen und nach Verletzungen. Typische Anzeichen sind Steifheit nach dem Aufstehen, Lahmheit, Treppen- oder Sprungvermeidung, Muskelabbau und weniger Spielfreude. Lebensqualität und Mobilität (Beweglichkeit) sind spürbar eingeschränkt.

  • Häufige Ursachen: Arthrose (degenerative Gelenkerkrankung), Ellbogendysplasie, Hüftdysplasie, Kreuzbandriss-Folgen, Übergewicht.
  • Rasseprädispositionen: Große und schnell wachsende Rassen wie Labrador, Golden Retriever, Deutscher Schäferhund, Rottweiler, Bernhardiner, aber auch kurzbeinige Rassen (z. B. Dackel) haben erhöhtes Risiko.
  • Schweregrade:
    • Leicht: gelegentliche Steifheit, v. a. nach Ruhe
    • Mittel: wiederkehrende Lahmheit, Aktivitätsvermeidung, Schmerzzeichen
    • Schwer: dauerhafte Lahmheit, deutliche Bewegungseinschränkung, Schmerz in Ruhe

Warum kommt CBD ins Spiel? Cannabidiol wird diskutiert, weil es Entzündungen modulieren und Schmerzverarbeitung beeinflussen könnte. Hundebesitzer berichten, dass sie positive Veränderungen im Verhalten bemerkt haben, wenn sie ihrem Hund CBD geben – etwa mehr Bereitschaft zu laufen oder leichteres Aufstehen. Wissenschaftlich ist das Potenzial vorhanden, die Evidenz ist jedoch (noch) uneinheitlich.


CBD Öl und Gelenkgesundheit bei Hunden

Gelenkprobleme bei Hunden können eine Reihe von Symptomen verursachen, darunter Schmerzen, Steifheit und eine verminderte Bewegungsfähigkeit. Viele Hundebesitzer haben eine Verbesserung im Zustand ihrer Haustiere beobachtet, nachdem sie CBD Öl verwendet haben. Es wird angenommen, dass CBD dazu beitragen kann, Entzündungen zu reduzieren, was wiederum dazu beitragen kann, Schmerzen und Steifheit zu lindern.

Es ist wichtig zu beachten, dass, obwohl viele Hundebesitzer positive Ergebnisse berichtet haben, die Forschung zu CBD und Haustiergesundheit noch in den Kinderschuhen steckt. Daher sollte immer ein Tierarzt konsultiert werden, bevor CBD Öl als Behandlung für Ihr Haustier in Betracht gezogen wird.

CBD-Öl für die Gelenkgesundheit von Hunden: Evidenz, Einordnung und praktische Hinweise

CBD (Cannabidiol) steht im Fokus, wenn es um die Unterstützung bei chronischen Gelenkerkrankungen des Hundes geht. Der Grund: CBD beeinflusst das Endocannabinoid-System (ECS), das an Schmerzmodulation, Entzündungsregulation und Immunantwort beteiligt ist. Im Unterschied zu THC wirkt CBD nicht psychoaktiv. Im Folgenden fassen wir die vorliegenden Studien systematisch zusammen, ordnen sie klinisch ein und benennen Grenzen der Evidenz.

Grundlagen: Warum CBD bei Gelenkschmerz überhaupt relevant ist

Ein aktueller Übersichtsartikel erklärt die Rolle des ECS und beschreibt, dass CBD in der Veterinärmedizin u. a. bei degenerativen Gelenkerkrankungen, Epilepsie und Verhaltensstörungen eingesetzt wird. Dabei werden endogene und pflanzliche Cannabinoide sowie Rezeptoren (CB1, CB2) erläutert. Wichtig: CBD gilt im Vergleich zu THC als nicht-psychogen, was die potenzielle therapeutische Sicherheit erhöht. Diese Arbeit liefert die biologische Plausibilität für den Einsatz, ersetzt aber keine Wirksamkeitsnachweise aus kontrollierten Studien. Quelle: Skiba et al., 2023.

Systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse: vorsichtiger Nutzen, sehr geringe Evidenzsicherheit

Eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse fasste fünf Interventionsstudien (insgesamt 117 Hunde mit Osteoarthritis) zusammen. Produkte und Dosierungen variierten stark (u. a. vollspektrumhaltige CBD-Öle, isoliertes und liposomales CBD; Behandlungsdauer 4–12 Wochen). In der gepoolten Auswertung könnte vollspektrumhaltiges CBD die Schmerzschwere und die Schmerzinterferenz reduzieren; die Konfidenzintervalle umfassten jedoch den Null-Effekt, und die Evidenz wurde insgesamt als „sehr unsicher“ bewertet (hohes Bias-Risiko, starke Heterogenität). Kurzfristig wurde CBD überwiegend als gut verträglich beschrieben; berichtete Nebenwirkungen umfassten u. a. Erbrechen und asymptomatische Erhöhungen der alkalischen Phosphatase. Klinische Bedeutung: mögliche, aber ungesicherte Linderung – bei insgesamt unsicherer Datenlage. Quelle: Patikorn et al., 2023.

Placebokontrollierte, doppelblinde Crossover-Pilotstudie: keine Überlegenheit gegenüber Placebo

In einer prospektiven, doppelblinden, placebokontrollierten Crossover-Studie mit 23 Hunden mit natürlich vorkommender Gelenkarthrose wurden objektive Ganganalysen, Aktivitätsmessungen (Akzelerometrie) und validierte Fragebögen eingesetzt. Ergebnis: zu keinem Zeitpunkt zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen CBD und Placebo. Nebenwirkungen unter CBD umfassten v. a. Erhöhungen der Leberenzyme (n=14) und Erbrechen (n=2). Interpretation: Die Studie spricht gegen einen klaren symptomatischen Vorteil von CBD in diesem Setting; sie betont zugleich die Notwendigkeit, die Leberwerte während einer CBD-Gabe zu überwachen. Quelle: Mejia et al., 2021.

Warum Diagnostik und Ursachenklärung bei Ellbogenproblemen entscheidend bleiben

Viele Hunde mit Vordergliedmaßen-Lahmheit leiden an Ellbogenerkrankungen. Eine sonografische Grundlagenarbeit beschreibt präzise die Ultraschall-Anatomie des Ellbogens und unterstützt so eine exaktere Diagnostik von Band-, Sehnen- und Knochenansatzstrukturen. Klinischer Bezug: Eine korrekte strukturelle Diagnose ist die Basis, um realistisch einschätzen zu können, was eine symptomatische Maßnahme wie CBD leisten kann – und was nicht. Quelle: Lamb & Wong, 2005.

Rehabilitation als Kernbaustein der Therapie

Ein praxisorientierter Leitfaden zeigt, wie die Rehabilitation des Ellbogens stufenweise aufgebaut wird – von der frühen Entlastung bis zur funktionellen Rückkehr – einschließlich Beispielübungen und physikalischer Maßnahmen. Klinischer Bezug: Gelenkgesundheit beruht auf multimodaler Therapie (Gewichtsmanagement, Bewegungstherapie, ggf. Schmerzmittel/Entzündungshemmer, Gelenkhygiene). CBD könnte – falls individuell verträglich – nur als ergänzender Baustein in ein solches Gesamtkonzept eingebettet werden. Quelle: Corral, 2021.

Ellbogendysplasie: Häufige Ursache, komplexe Pathologie

Unter „Ellbogendysplasie“ fallen mehrere Entwicklungsstörungen (z. B. Fragmentierung des medialen Koronoids, unvereinigter Anconaeus, Osteochondrose). Diese sind eine häufige Ursache für Lahmheit bei jungen, mittelgroßen bis großen Hunden. Diagnostik und Therapieentscheidung sind oft anspruchsvoll. Klinischer Bezug: Wenn strukturelle Fehlentwicklungen vorliegen, können Nahrungsergänzungen oder CBD Symptome allenfalls dämpfen – sie beheben die Ursache nicht. Eine tierärztlich gestützte Abklärung ist unverzichtbar. Quelle: Burton & Owen, 2008.

Was bedeutet das für die Praxis?

  • Evidenzlage: Erste Studien erlauben keine gesicherte Empfehlung für CBD bei kaniner Arthrose. Der potenzielle Nutzen ist klein bis ungewiss; qualitativ hochwertige, größere Studien fehlen.
  • Sicherheit: Kurzfristig meist gut verträglich, aber Leberwerterhöhungen sind möglich. Lassen Sie vor und während der Anwendung Leberwerte (z. B. ALP, ALT) kontrollieren.
  • Produktwahl: In Studien wurden unterschiedliche CBD-Formulierungen geprüft (vollspektrumhaltig, isoliert, liposomal). Qualität und Deklaration variieren stark. Verwenden Sie nur chargengetestete Produkte mit Analysezertifikat.
  • Erwartungsmanagement: CBD ist kein Ersatz für Diagnostik, Gewichtsreduktion, Bewegungstherapie, gelenkfreundliches Training und ggf. etablierte Schmerztherapie. Wenn überhaupt, kommt es ergänzend in Betracht.
  • Monitoring: Achten Sie auf objektivierbare Veränderungen (Bewegungsfreude, Treppensteigen, Aufstehen/Absetzen). Brechen Sie bei Erbrechen, Mattigkeit oder auffälligen Laborwerten ab und besprechen Sie das Vorgehen mit Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt.
🔍 Kurz zusammengefasst

CBD kann bei Hunden mit Gelenkarthrose vielleicht leichte Schmerzen lindern, aber die Studien sind klein und uneinheitlich. Eine große, gute Studie fand keinen klaren Vorteil gegenüber Placebo. Kurzfristig scheint CBD meist sicher zu sein, doch Leberwerte können ansteigen. Wenn Sie CBD ausprobieren möchten, tun Sie das nur als Ergänzung zu Diagnose, Physiotherapie, Gewichtsmanagement und bewährten Medikamenten – und immer in Absprache mit der Tierärztin/dem Tierarzt.

Was bedeutet das für Sie und Ihren Hund?

  • Erwartungen managen: Bisher zeigen hochwertige Hundestudien kein eindeutiges Plus für CBD bei Arthroseschmerz. Ein Nutzen ist möglich, aber nicht gesichert.
  • Sicherheit im Blick: Kurzfristig meist gut verträglich, doch Leberwerte können ansteigen. Lassen Sie vor und während der Anwendung Blutwerte kontrollieren.
  • Qualität zählt: Nutzen Sie tierärztlich begleitete, analysierte Produkte mit sehr niedrigem THC-Gehalt. Unterschiede zwischen Vollspektrum, Isolat und Formulierungen können Wirkung und Nebenwirkungen beeinflussen.
  • Multimodal vorgehen: Gewichtsmanagement, gelenkschonende Bewegung, Physiotherapie/Reha und gegebenenfalls bewährte Schmerz- und Entzündungsmedikamente bleiben die Basis. CBD höchstens als Ergänzung.
  • Individuelle Entscheidung: Wenn Sie CBD versuchen möchten, besprechen Sie Dosis, mögliche Wechselwirkungen (z. B. mit Leber-metabolisierten Arzneien) und ein klares Ziel/Zeitrahmen mit Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt.
  • Forschen im Fluss: Neue, bessere Studien sind unterwegs. Halten Sie sich über evidenzbasierte Updates auf dem Laufenden.

Praktischer Leitfaden: CBD bei Gelenkproblemen anwenden

  • Abklärung zuerst: Tierärztliche Untersuchung mit Orthopädie-Check, ggf. Röntgen/Ultraschall. Klären Sie, ob Arthrose, Dysplasie oder eine andere Ursache vorliegt.
  • Geeignete Kandidaten: Leichte bis moderate chronische Beschwerden, bei denen Standardmaßnahmen (Gewichtskontrolle, gelenkschonende Bewegung, Physiotherapie) bereits laufen.
  • Klares Ziel definieren: Z. B. leichteres Aufstehen, längere Spaziergänge, weniger nächtliche Unruhe.

Startempfehlung und Dosierung: Beginnen Sie „low and slow“. Nutzen Sie den Rechner und besprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt:

🐕 CBD Dosierung für Hunde

Finden Sie die empfohlene CBD-Dosierung für Ihren Hund basierend auf verschiedenen Rassen und deren durchschnittlichem Gewicht.

. In Studien wurden teils höhere Dosierungen verwendet; individuelle Bedürfnisse, Produktstärke und Verträglichkeit unterscheiden sich. Anpassungen erfolgen schrittweise, in der Regel alle 7–14 Tage, je nach Beobachtung und Blutwerten.

Integration mit Standardtherapie: CBD versteht sich als Ergänzung zu bewährten Maßnahmen wie: Gewichtsmanagement, gelenkschonendes Training, Physiotherapie/Manuelle Therapie, Omega‑3-Fettsäuren, und – falls verordnet – Schmerzmittel (z. B. NSAIDs) oder Adjuvanzien (z. B. Gabapentin, Amantadin). Ändern Sie verordnete Medikamente nie ohne Rücksprache.

Timing und Verabreichung: Geben Sie CBD mit dem Futter, um die Aufnahme zu verbessern; möglichst täglich zur gleichen Zeit. Für Aktivitäten oder Physiotherapie 1–2 Stunden vorher kann sinnvoll sein. Tropfen langsam einführen, Geschmack ggf. mit etwas Futter kaschieren.

🔍 Kurz zusammengefasst

Erst Diagnose, dann vorsichtig starten, Ziele festlegen, regelmäßig kontrollieren. CBD ist eine Ergänzung – die Basis bleibt Bewegung, Gewichtskontrolle und tierärztliche Therapie.

Verlaufskontrolle: Woran erkennen Sie Wirkung oder Probleme?

  • Beobachten und dokumentieren:
    • Bewegung: Treppensteigen, Aufstehen nach Ruhe, Spielfreude, Spaziergangsdauer.
    • Schmerzzeichen: Lahmheit, Hecheln in Ruhe, nächtliches Umherwandern, Berührungsempfindlichkeit.
    • Aktivität: Schrittzähler/Halsbandtracker, kurze Handy-Videos für Vorher/Nachher-Vergleich.
    • Allgemein: Appetit, Schlaf, Stimmung.
  • Zeithorizont: Erste Veränderungen werden teils innerhalb von 1–3 Wochen berichtet. Bewerten Sie nach 4–6 Wochen strukturiert, ob Ziele erreicht werden.
  • Positive Hinweise: Leichteres Aufstehen, flüssigerer Gang, mehr Freude an Spaziergängen, weniger nächtliche Unruhe.
  • Warnzeichen (sofort Rücksprache): Stark verminderter Appetit, anhaltendes Erbrechen/Durchfall, ausgeprägte Müdigkeit/Ataxie, Gelbfärbung der Schleimhäute, auffälliger Juckreiz oder Hautreaktionen.

Sicherheit und Qualität: Darauf sollten Sie achten

  • Leberwerte im Blick: Vor Start und nach 2–4 Wochen Blutkontrolle (ALP/ALT), danach je nach Dosis/Verlauf.
  • Wechselwirkungen: CBD kann den Abbau anderer Medikamente beeinflussen (CYP450). Vorsicht bei NSAIDs, Antiepileptika (z. B. Phenobarbital), sedierenden Mitteln und Lebermedikamenten. Dosierungen nur in Absprache ändern.
  • Produktwahl:
    • Analysezertifikat (CoA) für CBD/THC-Gehalt, Schwermetalle, Lösungsmittelrückstände, Mikrobiologie.
    • Sehr niedriger THC-Gehalt und frei von Xylit, ätherischen Ölen oder Zusätzen, die Hunden schaden könnten.
    • Transparente Konzentration (mg/ml) zur exakten Dosierung, ideal handelbare Tropfengröße.
  • Besondere Vorsicht: Leber- oder Pankreaserkrankungen, Blutgerinnungsstörungen, sehr alte Hunde, trächtige/laktierende Hündinnen – hier ist tierärztliche Einzelfallprüfung Pflicht.

Expertentipps für Hunde mit Arthrose und anderen Gelenkproblemen

  • Langsam steigern: Kleine Anpassungen in 10–20%-Schritten sind besser beurteilbar als große Sprünge.
  • Mit Futter geben: Verbessert die Aufnahme und Verträglichkeit; MCT- oder Fischölträger sind üblich.
  • Routine zählt: Gleiche Uhrzeit, gleiche Menge – erleichtert die Bewertung von Effekten.
  • Multimodal denken: Kombinieren Sie CBD nur als Zusatz mit Gewichtsreduktion, gelenkschonendem Training (z. B. Cavaletti, Wassserlaufband), rutschfesten Unterlagen und orthopädischen Liegeflächen.
  • Häufige Fehler vermeiden: Zu hohe Einstiegsmengen, fehlende Ziele, keine Blutwerte, Wechsel zwischen Produkten ohne Dokumentation.
  • Wann beenden? Wenn nach 6–8 Wochen keine sinnvolle Verbesserung erkennbar ist oder Nebenwirkungen auftreten, gemeinsam mit der Tierärztin/dem Tierarzt neu bewerten.

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Zusammenfassung

CBD Öl könnte eine vielversprechende Option für Haustiere mit Gelenkproblemen sein. Es wird angenommen, dass es dazu beitragen kann, Entzündungen zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Es ist jedoch wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Forschung zu diesem Thema noch nicht abgeschlossen ist und dass die Verwendung von CBD Öl immer unter der Aufsicht eines Tierarztes erfolgen sollte. Letztendlich liegt es in der Verantwortung des Tierbesitzers, die beste Entscheidung für die Gesundheit und das Wohlbefinden seines Haustieres zu treffen.

FAQ

Kann CBD bei Gelenkproblemen meines Hundes helfen?

CBD besitzt entzündungshemmende und potenziell schmerzlindernde Eigenschaften, die theoretisch bei Gelenkproblemen wie Arthrose helfen könnten. Einige Hundebesitzer berichten, dass ihre Tiere beweglicher und aktiver erscheinen. Wissenschaftlich ist der Nutzen allerdings noch nicht eindeutig belegt – hochwertige Studien zeigen teils keinen klaren Effekt. CBD kann als ergänzende Maßnahme erwogen werden, sollte aber nie eine veterinärmedizinische Basistherapie ersetzen.

Wie lange dauert es, bis CBD bei Gelenkbeschwerden beim Hund wirkt?

Veränderungen können ersten Erfahrungsberichten zufolge innerhalb von 1–3 Wochen sichtbar werden, etwa in Form von leichterem Aufstehen oder mehr Bewegungsbereitschaft. Eine strukturierte Einschätzung der Wirkung wird meist nach 4–6 Wochen empfohlen. Die Reaktion ist individuell und hängt von Dosierung, Produktwahl und dem Schweregrad der Beschwerden ab.

Ist CBD sicher für Hunde mit Arthrose?

Grundsätzlich gilt CBD bei gesunden Hunden als gut verträglich. Bei Arthrosepatienten sollte allerdings auf Leberwerte geachtet werden, da in Studien teils erhöhte Leberenzyme festgestellt wurden. Wichtig ist eine tierärztliche Begleitung mit Blutwertkontrollen vor und nach Anwendungsbeginn. Vorsicht ist besonders bei Lebererkrankungen, älteren Hunden oder bei gleichzeitiger Medikamentengabe geboten.

Welche Nebenwirkungen können bei meinem Hund durch CBD auftreten?

Mögliche Nebenwirkungen sind Erbrechen, verminderter Appetit, vermehrte Müdigkeit, Veränderungen der Leberwerte oder selten allergische Reaktionen. Besonders bei höheren Dosierungen und sensiblen Hunden können Nebenwirkungen eher auftreten. Deshalb sollte die Dosis schrittweise gesteigert und regelmäßig tierärztlich überwacht werden.

Wie sollte ich CBD bei meinem Hund mit Gelenkproblemen dosieren?

Beginnen Sie mit einer niedrigen Dosis („low and slow“), z. B. 0,2–0,5 mg CBD/kg Körpergewicht pro Tag, und steigern Sie je nach Wirkung und Verträglichkeit alle 1–2 Wochen um 10–20 %. Die exakte Dosierung hängt vom Gewicht des Hundes, der Produktkonzentration und den individuellen Reaktionen ab. Ein Dosierrechner und tierärztliche Beratung helfen bei der Anpassung.

Kann ich CBD alleine zur Behandlung der Arthrose meines Hundes verwenden?

Nein. CBD sollte immer nur als ergänzender Bestandteil eines umfassenden Therapieplans verwendet werden. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören Gewichtsmanagement, gelenkschonende Bewegung, Physiotherapie, Ernährung und – falls notwendig – Schmerzmittel oder andere Medikamente. CBD kann unterstützend wirken, ersetzt aber keine bewährten Therapien.

Wie erkenne ich, ob CBD meinem Hund bei seinen Gelenkbeschwerden hilft?

Achten Sie auf konkrete Verhaltensänderungen wie einfacheres Aufstehen, längere Spaziergänge, geringere Lahmheit oder mehr Spielfreude. Auch weniger nächtliches Umherwandern und ein ruhigerer Schlaf können Anzeichen für eine Besserung sein. Notieren Sie diese Beobachtungen und besprechen Sie sie regelmäßig mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt.

Gibt es Unterschiede zwischen CBD-Produkten für Hunde?

Ja. Produkte unterscheiden sich in Qualität, CBD-Konzentration, Trägeröl, Formulierung (Vollspektrum vs. Isolat) und Reinheit. Wichtig sind Analysezertifikate (CoA), ein sehr niedriger THC-Gehalt und die Abwesenheit gefährlicher Zusätze wie Xylit oder ätherischen Ölen. Achten Sie auf Transparenz und setzen Sie nur geprüfte Produkte ein – idealerweise in tierärztlicher Absprache.

Kann CBD mit anderen Medikamenten meines Hundes interagieren?

Ja. CBD kann den Abbau über die Leber verstoffwechselter Medikamente beeinflussen – insbesondere über das Enzymsystem CYP450. Besonders kritisch sind NSAIDs, Antiepileptika (z. B. Phenobarbital), sedierende Mittel oder Medikamente zur Leberunterstützung. Jede gleichzeitige Anwendung sollte mit der Tierärztin abgestimmt werden – Blutkontrollen sind unerlässlich.

Wann sollte ich die CBD-Anwendung bei meinem Hund beenden?

Wenn nach 6–8 Wochen keine spürbare Verbesserung eintritt oder unerwünschte Nebenwirkungen auftreten (z. B. Appetitverlust, Erbrechen, starke Müdigkeit, auffällige Blutwerte), sollten Sie die Anwendung überdenken und mit Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt neu bewerten. Auch bei beginnenden Leberproblematiken oder Erkrankungen wie Pankreatitis ist Vorsicht geboten.

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Quellen

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